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Labrador-Welpen-Ernährung

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Labrador-Welpen aus unserer Zucht sind an das Trockenfutter "Royal Canin Labrador Junior 33" gewöhnt. Dies ist ein hochverdauliches Alleinfutter, welches eine ausgewogene Ernährung unserer Labrador-Welpen garantiert. Darüber hinaus enthält dieses Trockenfutter auch wesentliche Nährstoffe für die Gelenk-Knorpel (Chondroitinsulfat und Glucosaminchlorid werden auch in der Humanmedizin verwendet) und für die Gesundheit und Schönheit des Fells. Also dürfen bei der Ernährung der Labrador-Welpen mit diesem Futter keinerlei Mineralien und Vitaminprodukte hinzugefügt werden, das "Aufbessern" schadet nur (manche Züchter lehnen auch Milchprodukte als Aufbesserung ab). Die Welpen können im ganzen ersten Lebensjahr mit diesem Trockenfutter ernährt werden.

Das Futter muss mindestens eine Stunde in reichlich heißem Wasser quellen, vor dem Füttern kann es nochmals mit etwas heißem Wasser angereichert werden. Immer lieber schön warm füttern. Regelmäßige Mahlzeiten sind wichtig für die Entwicklung Ihres Welpen. Weiterhin sollte immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Der Welpe kann jeden Tag zusätzlich 100 g Dickmilch mit 3,5 % Fett und Obst oder Gemüse ins Futter bekommen. Beginnen Sie z.B. mit einem halben geriebenen Apfel, einer halben Banane oder fein geriebener Karotte.

In der nächsten Zeit sollte die Futtermenge um jeweils ca. 10% pro Woche vergrößert werden. Dieser Richtwert gilt aber nur für eine kurze Zeit und ist mit größter Vorsicht zu genießen. Beachten Sie ebenso die Empfehlungen des Futtermittel-Herstellers. Und letztendlich entscheidend für die tatsächliche Futtermenge ist die Gewichtszunahme des Welpen!!! Und keine Sorge, man erwirbt schnell ein Gefühl für die richtige Dosierung, und wenn Sie sich unsicher sind und der Züchter zu weit entfernt wohnt, dann fragen Sie Ihren Tierarzt. Es gilt, dass Ihr Welpe in der nächsten Zeit ungefähr 700g - 1 kg pro Woche zunehmen sollte. Bis 4 Monaten sollte ein Rüde nicht mehr in kg wiegen als er in Wochen alt ist, eine Hündin ein kg weniger, also z.B. mit 12 Wochen ein Rüde maximal (!) ca. 12 kg, eine Hündin maximal (!) 11 kg. Babyspeck ist schädlich.

Mit 4 ½ Monaten füttern Sie Ihren Hund nur noch 3x täglich, wenn Ihr Hund 6 Monate alt ist, brauchen Sie das Futter nicht mehr einzuweichen. Mit 6 Monaten sollte Ihre Hündin laut verbreiteter Ansicht ca. 24 - 25 kg, Ihr Rüde 26 - 27 kg wiegen - meiner Meinung nach können es aber auch durchaus 3 kg weniger sein.

Mit 8 ½ Monaten füttern Sie Ihren Hund nur noch 2x täglich - immer morgens und abends. Sie können ihm nun täglich 150 g Dickmilch, Quark, Joghurt oder Hüttenkäse, Obst oder Gemüse - diese Beigaben kann er auch als erwachsener Hund bekommen.

Mit 12 Monaten füttern Sie Ihren Hund 1x - 2x täglich nach Anleitung des Futtermittelherstellers. Schauen Sie sich Ihren Hund an. Ist er eher ein schlanker Typ, so geben Sie ihm ein wenig mehr Futter als angegeben. Die Rippen des Hundes sollten nicht deutlich zu sehen sein, aber deutlich zu fühlen!! Ist er so dick, dass die Rippen nicht mehr zu fühlen sind, geben Sie ihm etwas weniger.

Ein ausgewachsener Labradorrüde (ca. 56 - 57 cm Schulterhöhe) wiegt etwa 38 kg, eine Hündin (ca. 54 - 56 cm Schulterhöhe) etwa 30 - 33 kg. Meiner Meinung nach sollte man diese Gewichts-Angaben aber eher als Obergrenze ansehen. So wiegt meine Hündin Kleo (Schulterhöhe 55 cm, kräftige Statur) mit 2 Jahren 28 kg und ist schön schlank.

Weitere Ernährungshinweise:

Die Kontrolle des Wachstums des Labrador-Welpen durch eine wohldosierte Fütterung ist im ersten Lebensjahr des Welpen von großer Bedeutung. Wächst der Welpe zu schnell oder ist er zu dick, so stellt dies eine zusätzliche Belastung seiner Knochen dar, die erst nach über einem Jahr ganz ausgehärtet sind. HD und ED können eben nicht nur vererbungs-, sondern auch ernährungsbedingt auftreten (vgl. auch Labrador-Welpenfutter und Wachstum im Labrador-Forum). Und bedenken Sie bei der Auswahl des Futters, dass solche Risiken z.B. auch bei unausgewogenen Mineralstoffverhältnissen erhöht sind. Die großen, guten Futtermarken bieten da einen gewissen Schutz. Geben Sie ihrem Hund keine Zusätze wie Mineralstoffe. Z.B. können zusätzliche Calciumgaben Ablagerungen in den Gelenken zur Folge haben. Füttern Sie Ihren Hund niemals mit rohem Schweinefleisch, da dieses der Überträger des Aujeszky-Virus sein kann. Dieser Virus ist für den Hund tödlich. Schweinefleisch muss immer gekocht werden, Rindfleisch kann auch roh verfüttert werden.

Das von mir zur Aufzucht der Labradorwelpen verwendete Welpenfutter ist ein Trockenfutter. Bei einem ganzen Wurf quirliger Welpen hat diese Art der Ernährung so viele Vorteile, dass ich keine andere Art von Welpenfutter für die Ernährung meiner Bande in Betracht ziehe, was nicht heißt, dass diese nicht auch "nebenbei" mit anderen Kleinigkeiten verwöhnt werden. Anders verhält es sich, wenn man einen einzelnen Labrador-Welpen als sein neues Familienmitglied begrüßen kann. Sicherlich hat dann (zumindest für den unerfahrenen Hundehalter) zunächst das Trockenfutter den großen Vorteil, dass man sich voll auf all die Veränderungen der Lebenssituation einstellen kann, die dieser Zuwachs in der Familie bedeutet (vgl. Erfahrungsberichte). Wenn sich dann das Zusammenleben eingespielt hat und man wieder Muße für neue Gedanken hat, wäre es aber ein guter Zeitpunkt, auch andere Möglichkeiten der Ernährung des Labrador-Welpen zu erwägen.

Zunächst einmal: Mit einem (guten!!!) Trockenfutter für die Ernährung Ihres Welpen sind Sie auf der sicheren Seite, es ist aber bei sorgfältiger Berücksichtigung der besonderen Ernährungsbedürfnisse eines im Wachstum begriffenen Welpen auch möglich, ihn mit selbst zusammengestelltem Futter artgerecht und ohne Mangelerscheinungen zu ernähren. Das industriell hergestellte Hundefutter steht ja durchaus in der Kritik - letztendlich wird ihm jeder Genuss für das Leben eines Hundes abgesprochen. Demgegenüber stehen die naturnahe Ernährung, die Frischfleisch-Ernährung, die biologisch artgerechte Ernährung, die Ernährung des Hundes aus ayurvedischer Sicht, die artgerechte Rohernährung für Hunde, Natural Dogfood, Kochen für Hunde oder einfach die gesunde, lecker zubereitete Ernährung, die dem Hund schmeckt. Gar vielfältig und verwirrend sind die Buchtitel, und unüberschaubar zahlreich die "wohlgemeinten", aber in der Regel leider nur viel unnütze Zeit vergeudenden Internet-Artikel oder Hunde-Forums-Beiträge. Wenn eine verantwortungsbewusste Alternative zum Trockenfutter zur Bereicherung des Erlebens Ihres Hundes geplant ist, so setzt dies eine wirkliche Beschäftigung mit fundierten Informationen voraus. Welchem Autor darf man denn überhaupt trauen? Eher auf der richtigen Seite sind Sie da bei Büchern, zumal wenn sie sich auf das Thema Ernährung spezialisieren und es ausführlich behandeln. Auch eine wiederholte Auflage könnte ein Indiz sein.

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Helmut Meyer und Jürgen Zentek: Hunde richtig füttern


Martin Bucksch: Ernährungsratgeber für Hunde: Fit und gesund - Hunde richtig füttern


Helmut Meyer und Jürgen Zentek: Ernährung des Hundes: Grundlagen, Fütterungspraxis, Diätetik


Swanie Simon: BARF Junior - Artgerechte Rohernährung für Welpen und Junghunde.

Die drei ersten Bücher informieren allgemeiner über die Möglichkeiten der Hunde-Ernährung, wobei das dritte Werk tief in die Grundlagen eintaucht und eine Fülle von Gesichtspunkten behandelt, aus denen sich der interessierte Laie das heraussuchen muss, was die konkrete Situation seines Hundes betrifft (bei Amazon kann man durch das Inhaltsverzeichnis blättern) . Das vierte Buch behandelt das "Barfen" (die Rohfütterung, BARF ist die Abkürzung für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) von Welpen und Junghunden.

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