Albas Labrador Welpen

Infos über die Labradorzucht und die Stubenreinheit, Ernährung und Erziehung der Welpen

Labrador Welpen Erziehung

Thema Erziehung

Die Erziehung des Labrador-Welpen beginnt nicht erst in Ihrem Haushalt. Wenn Sie Ihren Labrador-Welpen von einem verantwortungsvoll handelnden Labradorzüchter bekommen, dann hat der Welpe schon viel gelernt. Sind die Welpen in ihren ersten acht Lebenswochen ausreichend mit der Mutterhündin zusammen, so hat sich diese bereits intensiv um die Erziehung gekümmert, und auch der Umgang des Züchters mit seinen Welpen legt wichtige Grundlagen in der Erziehung (vgl. Labrador Welpen Prägungsphase). Grob gesagt: Der zu Ihnen gekommene Labrador-Welpe hat bereits die Notwendigkeit erlebt, sich in eine Gemeinschaft einzuordnen und sich gemäß dem Willen der im Rudel über ihm Stehenden zu verhalten. In seiner Entwicklung steht der zwei Monate alte Labrador-Welpe am Beginn seiner Sozialisierungsphase, er ist außerordentlich lernfähig und lernwillig - der ideale Zeitpunkt für den Beginn Ihrer Erziehung (mehr dazu siehe Labrador Welpen Sozialisierungsphase).

Labrador-Retriever-Zucht: Kleo mit 9 Wochen.
Labrador Welpe 9 Wochen alt

Nun sind die Mitglieder Ihres Haushalts das neue Rudel, und Ihr Welpe muss Ihre "Spielregeln" lernen. Nur wie erziehen Sie den Welpen "richtig"? Es gibt viele verschiedene Vorstellungen von der Erziehung eines Hundes, grob gesagt vom absolut autoritär erzogenen Schutzhund bis zu solchen Hunden, denen zumindest auf den ersten Blick keine Einschränkungen anzumerken sind, frei nach dem Motto "der will ja nur spielen". Jeder Hundebesitzer mag in seiner Erziehung des Welpen unterschiedliche Anforderungen an das stellen, was ein Hund darf und wo ihm Grenzen zu setzen sind. Ein ausgewachsener Labrador mit seinen über 30 kg Schwungmasse braucht allerdings eine konsequentere Erziehung als ein Leichtgewicht, das man notfalls einfach auf den Arm nehmen kann. Mir tun die manchmal zu beobachtenden liebevollen Labrador-Besitzer leid, die ihren temperamentvollen, hoch motivierten und mit ganzer Vortriebskraft ziehenden 45kg-Schatz bei gestrecktem Arm und zum Zerreißen gespannter Leine nur durch eine extreme Zurückverlagerung des eigenen Körpergewichts halbwegs unter Kontrolle halten können, und die in dieser unnatürlichen Haltung ihrem Liebling auch noch dorthin folgen, wohin dieser will. Andererseits ist der Labrador ein sehr eigenständiger Hund, für die Jagd gezüchtet, um nach dem Schuss selbständig und "eigenverantwortlich" Wild zu finden und zu apportieren. Diese bisweilen als "Eigenwilligkeit" des Labradors interpretierte Eigenschaft darf durch Ihre Erziehung nicht unterdrückt werden; dem Labrador muss etwas geboten werden, er muss gefordert werden, muss angemessene Aufgaben bewältigen.

Aber natürlich geht nicht alles auf einmal, und wir sprechen hier über eine Erziehung, die eine mindestens ein Jahr dauernde, konsequente Ausbildung des Labradors einschließt, zur Freude und zum Wohle aller Beteiligten. Wie gelangt man dorthin? Als Neuling in der Labrador-Welpen-Erziehung ist es sicherlich sinnvoll, auf ein zum Thema Labrador-Erziehung spezialisiertes Buch zurückzugreifen (siehe unten). Im Gegensatz zu den vielen Tipps aus dem Internet kann man sich in von sachkundigen Autoren geschriebenen Büchern systematisch über die grundlegenden Anforderungen informieren, die der Welpe bald beherrschen sollte, beispielsweise die Gewöhnung an die Leine, elementare Kommandos wie Fuß, Sitz, Platz, Aus, Nein oder das Hereinrufen. Ein Buch gibt den Überblick darüber, was in der Erziehung gelernt werden soll und auf welchen Wegen man dorthin gelangen kann. Auch können entsprechende Bücher den Blick für die "Fernziele" schärfen, für das, was Sie alles mit Ihrem Labrador machen können, um ihn sinnvoll zu beschäftigen, von der Begleithundeausbildung über den Hundesport bis zu spezielleren Vorhaben wie der Ausbildung zum Therapiehund und vielem mehr.

Labrador-Retriever Kleo mit 4 Monaten.
Derselbe Labrador Welpe mit 4 Monaten

Beginnen Sie schon am ersten Tag mit der Erziehung, der Welpe lernt in diesem Alter am schnellsten. Bis zur 12. Woche sollte er neben seinem Namen die Kommandos Sitz, Platz und Komm kennen und (fast) immer befolgen. Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Welpe manches einfach nicht begreift: Der Welpe braucht zum Verarbeiten Zeit, konsequente Beharrlichkeit Ihrerseits führt sicher zum Ziel. Allerdings ist bei vielen Gelegenheiten auch schnell zu merken, dass das sehr sinnvolle aus Büchern erworbene Wissen nicht so einfach umzusetzen ist. Was kann ich meinem Labrador-Welpen zumuten? Bricht es ihm den Hals, wenn ich an der Leine rucke? Nimmt er seelischen Schaden, wenn ich ihn zurechtweise? Wie mache ich das überhaupt, wenn ich ihn "beeindrucken" soll? Ein Gefühl für den angemessen dosierten, erzieherischen Umgang mit dem Welpen lässt sich ohne weitere Hilfe nur sehr bedingt verfeinert entwickeln.

Wenn Sie in der Hundeerziehung nicht erfahren sind und Ihr Labrador-Welpe mehr lernen soll, als die Basis-Erziehung zu leisten vermag, so führt an der Hundeschule kein Weg vorbei. Nachdem Ihr Welpe sich bei Ihnen eingewöhnt und mit seiner Umgebung vertraut ist und sich sicher fühlt, wäre mit ca. 12 Wochen der Besuch einer Welpenschule sehr angeraten. Hier sind die Welpen unter sich, anders als beim Toben mit ausgewachsenen Hunden sinkt so das Verletzungsrisiko. Solch ein Kurs fördert einerseits die Sozialisierung Ihres Schützlings mit anderen Hunden, denn in der Regel ist in diesen Kursen eine bunte Mischung der verschiedensten Hunderassen anzutreffen, mit denen Ihr Welpe sich vertraut machen kann. Andererseits werden die Bindung Ihres Schützlings an Sie und seine Erziehung meist sehr spielerisch gefördert. Und vor allem haben Sie die Gelegenheit, den Umgang des Trainers mit den Welpen zu erleben. Möglicherweise erhalten Sie dadurch wichtige Anregungen für Ihre eigene Welpen-Erziehung.

Mit spätestens einem halben Jahr sollte dann mit dem Hundeführerlehrgang die eigentliche Ausbildung begonnen werden. Jetzt wird es Ernst, und beide Seiten lernen viel dazu, der Welpe das, was von ihm erwartet wird, der Besitzer das, was er mit dem Welpen üben kann und vor allem, wie er dabei mit dem Welpen angemessen umgeht. Wer vorher noch nie einen Hund erzogen hat, hier kann er die Erziehung des Labrador-Welpen zu einem in allen Situationen zuverlässigen Begleiter erlernen. Und auch der erfahrene, mit allen Aspekten der Erziehung des Labradors vertraute Hundehalter wird das Training in der Hundegruppe nicht missen wollen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine entsprechend qualifizierte Hundeschule. Anders als bei der Welpenschule, wo eine entsprechende Rassevielfalt ideal ist, wäre es für diesen Lehrgang ratsam, eine Hundeschule zu wählen, die sich auf die Ausbildung von Retrievern spezialisiert hat, in der also Hunde mit sehr ähnlichen Anlagen und Temperamenten gemeinsam üben. Insbesondere seien hier die Ausbildungsmöglichkeiten empfohlen, die der LCD (Labrador-Club-Deutschland) und der DRC (Deutscher Retriever-Club) bieten. Auf solch einen ersten Kurs bauen natürlich immer weitere auf, sinnvoller Abschluss wäre mit Ihrem dann wohlerzogenen Labbi im Alter von ca. zwei Jahren die Begleithundeprüfung. Aber auch danach ist nicht notwendigerweise Schluss. Vielleicht lockt Sie ja das Dummytraining als Sport für den Hundebesitzer und sinnvolle Arbeit für den Labrador? Er wird es Ihnen danken.



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